FAQ: Angehörige

Häufig gestellte und allgemeine Fragestellungen für Angehörige:

Wer kann sich und womit kann ich mich an die b.a.s.Beratungsstelle wenden?

  • Als betroffene Person, wie auch als Person aus dem Umfeld, als Angehörige/r, FreundIn als auch im beruflichen Kontext mit Sucht konfrontiert.

  • Mit jeglicher Fragestellung zu Sucht und Abhängigkeit – stoffgebunden wie auch zu sogenannten Verhaltenssüchten.

Von den ungefähr 2000 Personen die jedes Jahr in die b.a.s.Beratung kommen, waren ca 20% aus dem Umfeld, also indirekt von Sucht Betroffene.

 

Ich vermute, mein Freund, meine Schwester, mein Kind ... nimmt Drogen. Wie soll ich mich verhalten?

Trauen Sie sich Ihre Beobachtungen und Gefühle ohne Beschönigung anzusprechen, wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Freund/Freundin/Kind Hilfe braucht.

Sie können, wenn Sie möchten, die Begleitung zu einer Drogenberatungsstelle anbieten.

Wählen Sie eine ruhige Gesprächssituation. Gehen Sie von Ihren Sorgen und Gedanken aus – es geht nicht darum den anderen zu einen Schuld­einge­ständnis zu bringen, sondern Hilfe anzubieten, falls sie gewünscht wird. Es gibt keine „Tricks” jemand zu überzeugen, keine Drogen zu nehmen.

Bleiben Sie sachlich und freundlich. Drohen Sie niemals mit Konsequenzen, die Sie nicht einhalten können, sonst werden Sie nicht mehr ernst genommen.

Räumen Sie nicht bedingungslos alle Schwierig­keiten aus dem Weg. Übernehmen Sie nicht die Verantwortung, bestimmte Vorfälle zu vertuschen.

 

Mein Mann trinkt so viel, er kommt jeden Tag rauschig heim. Was soll ich tun?

Trauen Sie sich Ihre Beobachtungen und Gefühle ohne Beschönigung anzusprechen. Wählen Sie dazu eine ruhige Gesprächssituation. Gehen Sie von Ihren Gefühlen und Sorgen aus und vermeiden Sie Anschuldigungen. Bleiben Sie dabei sachlich und freundlich. Es geht nicht darum, den anderen zu einem Schuldeingeständnis zu bringen, sondern Hilfe anzubieten, falls diese gewünscht wird. Übernehmen Sie nicht Verantwortung für den/die Abhängige/n, sondern helfen Sie durch „Nicht-Helfen“.

Auch wenn Ihnen klar ist, dass der Alkoholismus Ihres/r Partners/in eine Krankheit ist, müssen Sie sein Verhalten nicht in jedem Fall tolerieren. Setzen Sie sich klare Grenzen und ziehen Sie diese Grenzen gegebenenfalls auch.

Wichtig: Vergessen Sie sich selbst nicht, sondern nehmen Sie sich Zeit für Ihre Interessen und Ihre Hobbys. Stecken Sie sich eigene Ziele unabhängig von Ihrem Partner.

Informieren Sie sich über Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten. In allen b.a.s. Suchtberatungsstellen gibt es auch für Angehörige die Möglichkeit, sich telefonisch zu informieren bzw. zu einem persönlichen Informationsgespräch, das anonym und kostenlos ist.

 

 

b.a.s. Kontakt

Dreihackengasse 1
A-8020 Graz
Österreich

Tel.: 0316 / 821199
Fax: 0316 / 821199-10
E-Mail: office@bas.at

Weitere Fragestellungen:

 

Weitere Informationen zu diesem Thema Beratung finden Sie auf der Unterseite Sucht Infos Angehörige.