FAQ: Illegalisierte Drogen

Häufig gestellte und allgemeine Fragestellungen zu illegalisierten Drogen:

Ich vermute, mein Freund, meine Schwester, mein Kind… nimmt Drogen. Wie soll ich mich verhalten ?

Trauen Sie sich Ihre Beobachtungen und Gefühle ohne Beschönigung anzusprechen, wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Freund/Freundin/Kind Hilfe braucht.

Sie können, wenn Sie möchten, die Begleitung zu einer Drogenberatungsstelle anbieten.

Wählen Sie eine ruhige Gesprächssituation. Gehen Sie von Ihren Sorgen und Gedanken aus – es geht nicht darum den anderen zu einen Schuld­ein­geständnis zu bringen, sondern Hilfe anzubieten, falls sie gewünscht wird. Es gibt keine "Tricks" jemand zu überzeugen, keine Drogen zu nehmen.

Bleiben Sie sachlich und freundlich. Drohen Sie niemals mit Konsequenzen, die Sie nicht einhalten können, sonst werden Sie nicht mehr ernst genommen.

Räumen Sie nicht bedingungslos alle Schwierig­keiten aus dem Weg. Übernehmen Sie nicht die Verantwortung, bestimmte Vorfälle zu vertuschen.

 

Wie lange sind Drogen nachweisbar ?

Die Nachweisbarkeit hängt von der Substanz, den individuellen Merkmalen der Konsumierenden, der Häufigkeit des Konsums und der Konsumform sowie der Sensibilität der Untersuchungsmethode ab.

Die nachfolgenden Angaben sind allgemeine Richtwerte – die Exaktheit hängt immer von den Umständen und der genauen Art und Durchführung des Tests ab.

1. Nachweisbarkeit im Urin

Amphetamine 2 – 3 Tage, Abhängig vom Urin-ph-Wert
Benzodiazepine bis zu 72 Stunden
4 – 6 Wochen nach hochdosiertem Missbrauch
Cannabis 2 – 3 Tage nach einmaligem Konsum
5 Tage bei moderatem, nicht täglichem Konsum
10 Tage bei täglichem Konsum
20 Tage bei exzessivem, täglichen Konsum über Wochen
Abbauprodukte sind noch 4 – 12 Wochen nach dem letzten Konsum nachweisbar!
Ecstasy ca. 1 Tag
Kokain 1 Tag
LSD 1 – 4 Tage

 

2. Nachweisbarkeit im Blut

Amphetamine 2 - 4 Tage
Cannabis aktives THC 12 Stunden Abbauprodukte 3 -30 Tage
Ecstasy 1 - 3 Tage
Kokain 2 – 4 Tage nach einmaligem Konsum
LSD 1 - 4 Tage
Methadon 3 - 5 Tage
Opiate 2 Tage
Psilocybin 1 - 3 Tage

 

Weiterführendes:

 

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um die Drogensubstitution zu erhalten und wie läuft das ab ?

Als Indikationen gelten:

  • Vorliegen einer längeren (bis jetzt keine einheitlichen Richtlinien) Opiatabhängigkeit und gescheiterter Entzugsbehandlungen

  • Vorliegen einer Opiatabhängigkeit bei gleichzeitiger HIV/ Hepatitis-Infektion

  • Opiatabhängige/r Ehe- oder Lebenspartner/in von Personen gemäß Punkt 1.) oder 2.) mit mehr als einjähriger Opiatabhängigkeit

  • Vorliegen einer Schwangerschaft bei Opiatabhängigkeit

  • Wartezeit auf einen Therapieplatz u. ä.

  • Opiatabhängigkeit bei fehlendem Abstinenzwunsch

  • Anhaltender Substanzkonsum trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen

  • Schwere körperliche und psychische Entzugssymptome

  • Wenn die substitutionsgestützte Behandlung im Vergleich mit anderen Therapiemöglichkeiten die größte Chance zur Heilung oder Besserung bietet.

In einem ersten Schrift ist ein Arzt aufzusuchen, der berechtigt ist eine Einstellung in das Substitutionsprogramm vorzunehmen. In Folge kann dann auch ein anderer Arzt, der zur Substitutionsbehandlung berechtigt ist, die Behandlung übernehmen.

Die Einstellung auf das Substitutionsmittel, somit der Beginn und die Beendigung der Behandlung, wird dem Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend gemeldet und registriert.

Der Beginn und die Beendigung der Substitutionsbehandlung wird der Bezirksverwaltungsbehörde (Amtsarzt/Amtsärztin) gemeldet. Monatlich muss das Dauerrezept der Behörde zur Vidierung vorgelegt werden.

Das Substitutionsmittel muss täglich in der Apotheke eingenommen werden, nur in besonders begründeten Ausnahmefällen werden mehrere Tagesdosen ausgefolgt.

Der Klient/die Klientin erklärt sich damit einverstanden, sich monatlichen Harnkontrollen unter Sicht zu unterziehen.

Die Weitergabe des Substitutionsmittels ist nach dem Suchtmittelgesetz gerichtlich strafbar.

Die Substitutionseinstellung kann Auswirkungen auf den Führerschein haben, die Fahrtüchtigkeit wird untersucht. Während der Einstellungszeit, d.h. bis die richtige Dosis gefunden wird, sollte nicht mit dem Auto gefahren werden.

Es besteht die Verpflichtung, sich den notwendigen medizinischen Untersuchungen und Behandlungen zu unterziehen und erforderlichenfalls regelmäßig an den mit der Beratungsstelle vereinbarten Einzel- und/oder Gruppensitzungen aktiv teilzunehmen.

Der einstellende Arzt informiert über die mit der Substitutionstherapie verbundenen Risiken, insbesondere im Hinblick auf die Gefährdung, die durch eine zusätzliche Einnahme von Drogen, Medikamenten und/oder Alkohol bzw. durch illegale Weitergabe des Substitutionsmittels für Dritte entstehen kann.

 

b.a.s. Kontakt

Dreihackengasse 1
A-8020 Graz
Österreich

Tel.: 0316 / 821199
Fax: 0316 / 821199-10
E-Mail: office@bas.at

Weitere Fragestellungen:

 

Weitere Informationen zu diesem Thema Beratung finden Sie auf der Unterseite Sucht Infos zu illegalisierte Drogen.